"Also die Geschichte ist folgende: Eine kleine Gruppe von unerschrockenen Theaterexperten probt ein Stück über einen ehemaligen Comedian, der jetzt einen vergessenen Schlagerstar und dessen Liebesleben managt, wobei er in Konflikt mit der Mafia gerät, sich in die Angebetete seines Klienten verliebt und trotz aller Rückschläge auf ein Happy End, oder wenigstens auf das Comeback des von ihm betreuten Schlagerstars hofft. Ein engagierter Dokumentarfilmregisseur begleitet die Expert auf ihrer Suche nach dem Glück und überredet sie, im Laufe des Probenprozesses ein Theater zu besetzen. Die Truppe ist begeistert von der Idee, macht kurzen Prozess und gründet in einem ehemaligen Ausflugslokal im Nordosten Berlins das Nationaltheater Deutschland. Kurz: Das Stück handelt vom Versuch, das Unmögliche möglich zu machen, sowie von den Dreharbeiten zu einem Film, dessen Geschichte so unglaublich ist, dass sie noch viele Jahre als unverfilmbar, wenn nicht sogar als unerzählbar gelten wird. Manche werden sagen, dass sie sogar undenkbar ist. Aber da unsere Theaterexpert es gewöhnt sind, selbst unlösbare Aufgaben mit Bravour und heiterer Gelassenheit zu erledigen, können wir anhand der dargestellten Ereignisse beobachten, wie eine verschworene Gemeinschaft in Zeiten rücksichtsloser Gewaltausbrüche, Unrecht und Verbrechen mit einem gut durchdachten Theatercoup Angst und Schrecken unter den neoliberalen Verwaltern des Status Quo verbreitet, und das Publikum erst zum Lachen, dann zum Weinen und am Ende zum totalen Kontrollverlust bringt. Was haltet ihr davon?" – Milan Peschel
Milan Peschel ist Schauspieler, Autor und Regisseur und ein begnadeter Komiker. Seine Karriere begann er an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Er spielte in zahlreichen Kinofilmen und Serien mit, unter anderem in Halt auf freier Strecke und Doppelhaushälfte. Nach Mord im Regionalexpress und Weißt du schon, wie schön es wird arbeitet er das dritte Mal mit dem Ramba-Zamba Theater.